04. November 2019

Intervallfasten

Was ist Intervallfasten?

Dem Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt, lat. intermittere = unterbrechen, aussetzen) wird eine gesundheitsfördernde Wirkung in Bezug auf den Stoffwechsel zugemessen. Wie der Name schon sagt, wird in Intervallen gefastet. Es handelt sich also um keine Fastenkur im klassischen Sinne. Diese Intervalle können stunden- aber auch tageweise durchgeführt werden. Die meisten Menschen verfolgen mit dem Intervallfasten das Ziel einer langfristigen Gewichtsabnahme. Die Fastenform unterscheidet sich insofern von anderen, als dass sie dauerhaft angewendet werden sollte. Es ist keine Diät, bei der kurzfristig das Gewicht reduziert wird. Dadurch kann der klassische Jo-Jo-Effekt vermieden werden.

Welche Formen des Intervallfastens gibt es?

Es gibt verschiedene Methoden nach denen das Intervallfasten durchgeführt wird. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der Häufigkeit und Zeitspanne des Nahrungsverzichtes. Am meisten verbreitet ist die 16:8-Methode, bei der innerhalb von 8 Stunden am Tag Nahrung aufgenommen und die restlichen 16 Stunden gefastet wird. Diese Form ist für viele Menschen alltagstauglich, weil sie z.B. von 12-20 Uhr essen und somit ein großer Teil des Fastens in die Schlafenszeit fällt. Auf das Trinken solltest du während der 16 Stunden nicht verzichten, jedoch sind nur kalorienfreie Getränke wie Wasser, Tee und schwarzer Kaffee erlaubt.

Übrigens: Auch in abgeschwächter Form (14:10 oder 15:9) kann diese Methode funktionieren – 14 bzw. 15 Stunden fasten kann schon positive Effekte auf den Körper haben. Für Einsteiger kann es sinnvoll sein mit 12:12 zu beginnen und das Zeitfenster der Nahrungsaufnahme schrittweise zu verringern.

Bei der 5:2-Methode wird an zwei nicht aufeinander folgenden Tage in der Woche gefastet. An den zwei Tagen wird nicht komplett auf die Nahrung verzichtet, jedoch ist die Kalorienzufuhr mit max. 500 Kalorien pro Tag sehr gering. Es wird ein leichtes Gericht empfohlen, beispielsweise bestehend aus Hühnchen und Gemüse. An den übrigen 5 Tagen pro Woche gibt es keine expliziten Einschränkungen bei der Ernährung.

Bei der „Alternate Day Fasting“-Methode wird an jedem zweiten Tag gefastet. Wie bei der vorigen Methode ist die Kalorienzufuhr an den Fastentagen auf ca. 500 Kalorien begrenzt.

Welche Wirkung hat Intervallfasten?

Durch den Nahrungsverzicht verändert sich der Stoffwechsel des Körpers. Durch ständiges essen wird der Insulinspiegel dauerhaft in die Höhe getrieben. Dies verursacht, dass man schneller Hunger bekommt und kann durch das Intervallfasten vermieden werden.

Forscher der Universität Graz haben in einer aktuellen Studie die Auswirkungen von Intervallfasten auf die menschliche Gesundheit untersucht. Untersuchungsgegenstand war dabei die „Alternate Day Fasting“-Methode.

Die Ergebnisse waren durchweg positiv. Zum einen konnten die Probanden ihr Gewicht innerhalb von 4 Wochen im Schnitt um 3,5 kg reduzieren. Darüber hinaus wurden unter anderem ihr Cholesterinspiegel, Bauchfett und auch Entzündungsparameter gesenkt. Mit Intervallfasten verliert man also nicht nur die überflüssigen Kilos sondern verbessert insgesamt den eigenen gesundheitlichen Zustand.